Langeweile startet deinen kreativen Prozess

Warum Langeweile inspiriert

Kleiner Ausflug durch die Geschichte der Langeweile

Die Quelle für Kreativität

Zeus donnerte aus Langeweile. Der Erdmacher, so heißt es im Schöpfungsmythos der amerikanischen Winnebago-Indianer, erschuf die Erde, nachdem er sich lange überlegt hatte, was er eigentlich machen sollte. Gott tat das am sechsten Tage, am siebten, so Friedrich Nietzsche,

sei ihm bereits wieder langweilig gewesen… auch ihm kann sowas mal passieren 😉


Langeweile startet deinen kreativen Prozess

Iggy Pop, der Godfather of Punk, muss wohl in einem dieser Momente I’m bored (Mir ist langweilig) geschrieben haben, die Talking Heads - "Heaven is a place where nothing ever happens" (Der Himmel ist ein Ort, an dem nie etwas passiert).

Andy Warhol war so vernarrt ins Nichts, dass er versuchte, seine Werke jeglicher Tiefe und Individualität zu berauben. Wie es mir scheint, kann Langeweile offenbar kreativ machen.

Einigen Geistesgrößen genügte schon der Gedanke an die Leere, um aus dem Vollen zu schöpfen.

Der dänische Philosoph Soren Kierkegaard beispielsweise schrieb sich beim Grübeln über die Langeweile geradezu in Rage, er hielt fest: Die Götter langweilten sich, darum schufen sie den Menschen. Adam langweilte sich, weil er allein war, darum wurde Eva er schaffen.

Dann langweilten sich Adam und Eva zu zweit, dann langweilten sich Adam und Eva und Kain und Abel en famille, dann wuchs die Menge der Menschen auf Erden, und sie langweilten sich en masse, you get my drift, right? Es geht ja noch weiter, denn um sich zu unterhalten, kamen sie auf den Gedanken, einen Turm zu bauen,

so hoch, dass er bis in den Himmel ragte. Dieser Gedanke ist ebenso langweilig, wie der Turm hoch war.

Warum Langeweile inspiriert

Über so viel Schöpfungskraft verfügt nicht jeder Mensch. Dennoch: Versuche zeigen, dass Menschen sich in reizarmen Situationen selbst stimulieren können.

Wenn von außen nichts kommt, beobachten sie sich selbst intensiver, um sich Impulse zu verschaffen. Und ihre Gedanken und Fantasien beginnen zu galoppieren, wenn man sie jeglicher Stimuli beraubt. Sensorische Deprivation oder simpler noch, Reizentzug führte bei versuchen dazu, dass Menschen beginnen zu halluzuinieren.

Diese Erkenntnis ist auf Donald Hepps zurückzuführen der dies in den 50ern testete. Sie flüchten in ihre Fantasie, um der Leere zu entgehen, manche erlebten sogar ekstatische Zustände. Schon Kinder zwischen neun und 24 Monaten sind in der Lage sich in faden Momenten Abwechslung zu verschaffen, in dem sie aktiv werden,

nach etwas greifen, etwas fallenlassen, drücken oder damit auf den Boden klopfen. Obwohl wir um Einfälle nicht verlegen sind, fürchten wir uns vor der Langeweile, vor Momenten der Leere, in denen wir nichts mit uns und der Welt anzufangen wissen, kennst du stimmt´s?

Weil Langeweile schrecklich lähmen kann und den Eindruck erweckt, sie würde nie wieder vergehen. Du musst Sie dir bewusst machen und in der stille auf die Antwort warten. Eine außerordentlich gute Zeit um zu meditieren.

Geh in die Stille, die Leere und erkunde Sie. Das Tun wird mit Kreativität, Ausgeglichenheit, Selbsterkenntnis und Motivation belohnt.

 >>auch interessant: Das Selbstcoachingmanifest

 

Kleiner Ausflug durch die Geschichte der Langeweile

Seit der Romantik gibt es das Streben nach einem persönlichen Sinn des Daseins, versucht der Mensch über sich hinauszugehen:

"In der Moderne übernimmt der Mensch die Rolle, die Gott bislang gespielt hat"

-Philosoph Lars Svendsen-  Kleine Philosophie der Langeweile.

Eine Rolle, die alles andere als einfach zu sein scheint, denn nur selten wird Langeweile als produktive Zeit beschrieben.

Die meisten Definitionen lassen nichts Gutes erahnen und verweisen auf Fehlendes: Arthur Schopenhauer beschrieb die Langeweile als ,,mattes Sehnen, ohne bestimmtes Objekt‘,

Martin Heidegger als "schweigenden Nebel", der norwegische Schriftsteller Arne Garborg spricht von der Langeweile als "psychische Erkältung", die sich auf die Seele geschlagen hat. Dramatischen Naturen gilt sie als "Tod im Leben", als "Nicht-Leben" oder "Zustand der Erlebnisarmut".

Die Quelle für Kreativität

Nutze leere momente der Langeweile um kreativ zu werden. Wenn du dich zu tode langweilst, könntest du etwa folgendes tun…

Das Beste was man gegen Langeweile tun kann, ist nichts tun, zu Meditieren. Verzettel dich nicht in tausende von Aufgaben, die dir nichts geben nur damit du etwas getan hast. Im Extremfall kann der Versuch, die Zeit totzuschlagen in einer Sucht oder einer Depression enden, wenn deine Interessen nicht gefunden oder nicht gelebt werden, weil sie mit den Erwartungen anderer kollidieren.

Das lässt mich auch an die Erschöpfungsdepression denken:

"Sie ist nicht, wie häufig angenommen, eine Form der Überarbeitung, sondern ein Zeichen dafür, dass ein Mensch zuviel von dem getan hat, was ihn wenig oder gar nicht interessiert! Warum, weil es extrem viel Energie kostet. Die Depression ist ein Lebensgefühl, bei dem man nicht weiß, was man möchte, und tut, was andere von einem wollen!

Eine chronische existenzielle Langeweile!  Ändere das.

Verena Kast eine Schweizer Psychologin und Professorin für Psychologie an der Universität Zürich sowie Dozentin und Lehranalytikerin am dortigen C. G. Jung-Institut beschreibt auch, was echtes Interesse von Versuchen, sich zu zerstreuen, unterscheidet: Echtes Interesse nehme gefangen, erzeuge Lebendigkeit und Freude. Und: Echtes Interesse habe Konsequenzen, weil es zum Handeln motiviere.

Ablenkung stimuliere deutlich weniger, erzeuge zwar eine Reaktion, aktiviere aber nicht zu weiterem Tun. „Aktivierende Reize stimulieren nachhaltiger sagt Verena Kast. "Und sie erzeugen keine Gewöhnung." Aber kann man echtes Interesse erschaffen? Was, wenn ein Mensch nichts oder nur wenig wollen kann?

Falls du dich in dieser Woche mal wieder langweilst, so kann es folgendes für dich heißen: Entweder du hast mal wieder zuviel von dem getan was dich nicht wirklich interessiert, du hast zu wenig Zeit in deine wirklichen Vorlieben oder Projekte gesteckt, oder hast schlicht deinen Fokus verloren. Wenn dieses Gefühl auftaucht, und das wird es, dann heiße es willkommen als „Reminder“, als Erinnerung daran, das du ein Ziel hast für das du brennst! So go an get it!">


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